Naschmarkt Bauernmarkt

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Der Bauernmarkt am Naschmarkt

Während der Wiener Naschmarkt vor allem für seine festen Pavillons und die internationale Feinkost bei Touristen bekannst ist, ist der Bauernmarkt auf dem Naschmarkt vor allem den Wienern ein Begriff. Er findet nur am Samstag statt. Am westlichen Ende des Geländes, kurz vor dem Flohmarkt bei der U-Bahn-Station Kettenbrückengasse, schlagen die Bauern aus Wien und dem umliegenden Umland ihre Zelte auf. Hier stehen nicht importierte oder exote Lebensmittel im Vordergrund, sondern das, was die Äcker und Gärten in Niederösterreich, dem Burgenland und der Steiermark gerade hergeben. Du bekommst echt regionale Produkte. Es ist der authentischste Teil des Marktes.

Das Bio-Eck als Zentrum für bewussten Genuss

Ein wesentlicher Bestandteil des Bauernmarktes ist das Bio-Eck, das seit über zwei Jahrzehnten eine feste Institution für nachhaltigen Konsum in Wien darstellt. Hier präsentieren zertifizierte Betriebe wie die Gärtnerei Bioschanze oder der Biohof Adamah ihre Waren, die ohne künstliche Spritzmittel und mit viel Liebe gewachsen sind. Besonders die Gärtnerei Bioschanze ist ein echtes Wiener Original, das Gemüse direkt aus dem 21. Bezirk in die Innenstadt bringt. Die Kunden schätzen hier vor allem die Frische, denn oft liegen zwischen der Ernte auf dem Feld und dem Verkauf am Stand nur wenige Stunden. Neben klassischem Gemüse findet man hier auch Raritäten und alte Sorten, die im herkömmlichen Supermarkt längst verdrängt wurden.

Kulinarische Vielfalt von Bio-Fisch bis hin zu Bauernbrot

Das Angebot auf dem Bauernmarkt geht weit über Obst und Gemüse hinaus und deckt fast den gesamten wöchentlichen Grundbedarf ab. Ein großer Anziehungspunkt ist der Stand von Biofisch, wo Marc Mößmer und sein Team heimische Fische wie Saiblinge, Forellen oder Karpfen anbieten. Ob fangfrisch für die heimische Pfanne oder fein über Buchenholz geräuchert für die Jause – die Qualität der Fische aus nachhaltiger Aquakultur ist weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt. Direkt daneben locken oft Bäcker mit traditionellem Holzofenbrot, dessen Kruste so kräftig ist, dass man sie schon aus der Ferne knistern hört. Ergänzt wird dieses Sortiment durch Fleischereien wie das Waldgut, die Schinken, Speck und Würste von Tieren anbieten, die unter respektvollen Bedingungen aufgewachsen sind.

Ein echter Markt von den Bauerrn

Wer den Bauernmarkt am Naschmarkt besucht, sollte sich auf ein lebhaftes Gewusel einstellen, das bereits in den frühen Morgenstunden beginnt. Die erfahrenen Wiener Marktgänger sind schon vor acht Uhr vor Ort, um sich die besten Stücke der Ernte zu sichern, bevor die großen Touristenströme eintreffen. Eine der schönsten Besonderheiten des Bauernmarktes ist der direkte Kontakt zu den Erzeugern. Da viele der Standler tatsächlich die Menschen sind, die täglich auf dem Traktor sitzen oder im Gewächshaus stehen, bekommt man hier Informationen aus erster Hand. Man kann nachfragen, welche Apfelsorte sich am besten für einen Strudel eignet oder warum der Spargel in diesem Jahr besonders früh dran ist. Diese persönliche Ebene schafft ein Vertrauen, das in der anonymen Welt des modernen Handels selten geworden ist.

Saisonale Bauernprodukte und nachhaltiges Einkaufen

Da die Bauern am Naschmarkt saisonal arbeiten, gibt es die Produkte der Saison: Im Frühjahr wird der Markt von Kräutern und dem ersten Marchfelder Spargel dominiert, während im Hochsommer die prallen Marillen aus der Wachau und Beeren in allen Farben die Tische füllen. Im Herbst hingegen leuchten die Kürbisse und es gibt eine große Auswahl an Kartoffelsorten. Wer hier einkauft, tut dies meist mit einem Fokus auf Nachhaltigkeit. Viele Besucher bringen ihre eigenen Stofftaschen oder Körbe mit, um Verpackungsmüll zu vermeiden. Eine Ergänzung des Bauernmarkts ist der neu eröffnete Marktraum, wo es ebenfalls viele regionale Produkte gibt.

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