Naschmarkt Obst & Gemüse

5/5 - (2 votes)

Obst und Gemüse am Naschmarkt

Wenn man über den Naschmarkt schlendert, sind es neben den exotischen Gewürzständen vor allem die Obst- und Gemüsestände, die einem auffallen. Die Schauseiten der Stände sind mit Pyramiden aus Äpfeln, Zitrusfrüchten und Beeren dekoriert, während im hinteren Bereich der Stände die eher „unhandlichen“ Gemüse wie Krautköpfe oder Kartoffelsäcke gelagert werden. Die Obst- und Gemüsestände ziehen sich fast über die gesamte Länge des Marktes. Du findest sie jedoch konzentriert in der linken Zeile (wenn man vom Getreidemarkt Richtung Kettenbrückengasse schaut) und in der mittleren Zeile. Während im vorderen Teil (Karlsplatz) oft größere Stände mit einem breiten Mischsortiment dominieren, wird es in Richtung Marktmitte spezialisierter. Hier triffst du morgens die alteingesessenen Wiener, die ihren Wocheneinkauf erledigen. Mittags staunen die Touristen über die exotischen Früchte, die man so im Supermarkt nie finden würde.

Warum das Obst hier so perfekt aussieht

Ein normaler Mensch fragt sich, warum am Naschmarkt kein einziger Apfel schief liegt. Das hat einen einfachen Grund: Die Händler stapeln ihre Ware jeden Morgen von Hand zu perfekten Pyramiden auf. Das schaut nicht nur super aus, sondern hat auch den Vorteil, dass die Standler jede einzelne Frucht in der Hand halten und aussortieren, was nicht perfekt ist. An fast jedem Stand liegt auch eine aufgeschnittene Frucht zum Probieren bereit. Das gehört am Naschmarkt einfach dazu – die Händler wollen dir zeigen, wie süß die Melone oder wie saftig die Orange ist. Trau dich ruhig zuzugreifen, bevor du etwas kaufst.

Von Wiener Paradeisern bis zur Drachenfrucht

Das Sortiment am Markt ist zweigeteilt. Auf der einen Seite hast du die regionalen Produkte. Im Frühling dreht sich alles um den Spargel aus dem Marchfeld, im Sommer kommen die berühmten Wiener Paradeiser (Tomaten) und die Marillen aus der Wachau. Auf der anderen Seite ist der Naschmarkt aber auch eine Art Schaufenster internationaler Obstsorten. Du findest dort Früchte wie Mangostane, Rambutan oder reife Papayas, die oft als „Flugware“ direkt aus den Tropen kommen. Das heißt, sie durften am Baum reif werden und schmecken deshalb tausendmal intensiver als das Zeug aus dem Container. Auch bei Pilzen oder Kräutern ist die Auswahl riesig – von heimischen Steinpilzen bis zu asiatischen Shiitake ist alles da.

Die wichtigsten Händler und ihre Spezialitäten

Wenn du gezielt einkaufen willst, solltest du ein paar Namen im Kopf haben. Da ist zum Beispiel das Obsthaus Wilhelm. Das ist die erste Adresse, wenn du wirklich außergewöhnliche Exoten suchst. Die haben Mangos, die wie Butter auf der Zunge zergehen und im Winter eine riesige Auswahl an Zitrusfrüchten, von denen du wahrscheinlich noch nie gehört hast.

Ein weiteres Urgestein ist der Stand von Kuczera. Hier gehen auch viele Wiener Köche einkaufen. Wenn du gute Pilze suchst oder ein ganz spezielles Kraut für ein Rezept brauchst, bist du bei Kuczera richtig. Die Beratung dort ist top, die Leute wissen genau, was sie verkaufen. In der Mitte des Marktes gibt es zudem spezialisierte Beeren- und Zitrus-Stände, wo du im Sommer wilde Waldbeeren und im Winter seltene Früchte wie die „Buddhas Hand“ (eine Zitrone mit fingerartigen Auswüchsen) findest.

Tipps für den Einkauf und die Preise

Man muss ehrlich sein: Der Naschmarkt ist kein Discounter. Die Qualität hat ihren Preis, vor allem bei der Flugware. Aber es gibt Tricks, wie du trotzdem günstig wegkommst. Ein guter Tipp ist der späte Nachmittag unter der Woche oder der Samstag kurz vor Marktschluss. Dann packen viele Händler „Sackerl“ oder Schalen mit gemischtem Obst und Gemüse zusammen und verkaufen sie zum Pauschalpreis von ein paar Euro, damit das Obst und Gemüse nicht kaputt geht.

Beim Einkaufen solltest du den Händlern vertrauen. Sag ihnen einfach, ob du die Avocado heute Abend essen willst oder erst in drei Tagen – sie suchen dir dann genau das Richtige raus. Am Samstag findest du das größte Angebot an Obst und Gemüse auf dem Naschmarkt. Dann kommt zu den festen Marktständen auch noch der Bauernmarkt dazu.

Weiterführende Links

KLICK hier - Diese Tipps merken & deinen Freunden empfehlen:
Nach oben scrollen