Naschmarkt Stände

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Die Naschmarkt Stände: Herzstück des Wiener Handels und der Genusskultur

Der Wiener Naschmarkt ist eine riesige Freiluft-Speisekammer und ein Schaufenster für globale und lokale Spezialitäten. Die Gäste der Naschmarkt Restaurants beobachten gerne das bunte Treiben der Marktstände. Auf sie gehrt der Naschmarkt ursprünglich zurück: den Handel mit Lebensmitteln, Gewürzen und Delikatessen. Die Stände bieten eine beeindruckende Farbenpracht und einen Duft-Mix aus frischem Obst, exotischen Gewürzen und geröstetem Kaffee. Das ist der Grund, warum viele Besucher den Markt besuchen. Die Auswahl reicht von traditionellen österreichischen Produzenten bis hin zu internationalen Feinkosthändlern, die den Markt zum sprichwörtlichen „Bauch von Wien“ machen.

TIPP DES AUTORS
Wenn du einen Überblick über den Naschmarkt bekommen möchtest, lohnt sich eine Naschmarkt Tour. Hier schlenderst du mit einem lokalen Guide durch die Stände, bekommst allerlei Geschichten erzählt und kannst auch Spezialitäten probieren:
–> alle Infos zur Naschmarkt Tour

Obst, Gemüse und Gewürze: Exotischer Nahversorger Wiens

Die Mehrheit der Stände lockt mit frischem Obst, Gemüse und Gewürzen und bildet damit das optische und aromatische Zentrum des Marktes. Hier werden aufwendig arrangierte Auslagen präsentiert, die das Beste aus regionalem Anbau sowie exotische Importe aus fernen Ländern zeigen. Egal ob saisonale Früchte aus Österreich oder seltene asiatische Gemüsesorten, die Händler stehen für Frische und bieten traditionell großzügig Kostproben an.
–> alle Infos zu Obst & Gemüse auf dem Naschmarkt

Gewürze auf dem Naschmarkt

Besonders auffällig sind die Gewürzstände, die mit ihren riesigen, offenen Behältern, gefüllt mit Kurkuma, Safran, Nüssen, Oliven und vor allem Trockenfrüchten, ein orientalisches Bazar-Flair schaffen. Diese Stände sind beliebt für die Deckung des Bedarfs an hochwertigen, schwer erhältlichen Zutaten und tragen zum exotischen Image des Naschmarkts bei. Besonders im mittleren Teil des Naschmarkts verändert sich die Atmosphäre spürbar. Hier dominieren die Gewürzstände das Bild und verleihen dem Markt einen Hauch von orientalischem Basar. Es riecht intensiv nach einer Mischung aus Kreuzkümmel, Zimt, Paprika und getrockneten Kräutern. Die Händler stapeln ihre Waren oft in beeindruckenden, farbenfrohen Pyramiden, was den Bereich zu einem der beliebtesten Fotomotive des Marktes macht. Doch hinter der Optik steckt eine enorme Vielfalt an Aromen, die weit über das Sortiment gewöhnlicher Supermärkte hinausgeht.
–> die besten Stände für Gewürze auf dem Naschmarkt

Blumen auf dem Naschmarkt

Du kannst richtig frische Blumen am Naschmarkt kaufen. Man findet die Blumenhändler vor allem an den beiden äußeren Enden des Geländes, in der Nähe der U-Bahn-Stationen Karlsplatz und Kettenbrückengasse. Das Angebot reicht dabei von klassischer Bundware wie Tulpen, Rosen oder Sonnenblumen bis hin zu handgebundenen Sträußen. Neben den ganzjährig festen Ständen gibt es am Naschmarkt eine Besonderheit: den Samstags-Bauernmarkt. Jeden Samstag bringen Gärtner aus dem Wiener Umland, dem Marchfeld und dem Burgenland ihre frisch geschnittene Ware direkt zum Markt.
–> wissenswert über die Blumenstände am Naschmarkt

Brot und Gebäck auf dem Naschmarkt

Brot am Naschmarkt? Hier treffen Sauerteig-Profis wie Öfferl auf fluffige Fladenbrote, während am Samstag Bio-Bäcker wie Itzlinger ihre rustikalen Laibe anbieten. Neben herzhaften Broten locken süße Sünden wie Baklava oder Kärntner Reindling, die oft direkt von regionalen Höfen zum Markt kommen. Die Qualität ist durchweg hoch, sodass man hier keine Massenware, sondern echte Charakter-Brote findet, die perfekt zu Käse und Wein passen. Es ist die ehrliche Grundlage für jedes Picknick und hält durch die natürliche Herstellung auch nach Tagen noch richtig saftig und frisch. Du bekommst Brot an den festen Stände und bei den speziellen Bio-Bäckern, die nur am Samstag ihre Zelte aufschlagen.
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Fleisch auf dem Naschmarkt

Das Fleischangebot am Naschmarkt ist eine Mischung aus Wiener Tradition und exklusiven Fleischspezialitäten für Gourmets. In den festen Marktzeilen bieten Fachmetzger perfekt zugeschnittene „Cuts“ für Tafelspitz an, die man in dieser Präzision selten findet. Neben regionalem Rind- und Schweinefleisch bekommst du eine große Auswahl an frischem Lamm, Geflügel und saisonalem Wild direkt vom Jäger. Ein besonderes Highlight ist der Samstagsmarkt, wo kleine Bio-Höfe Raritäten wie das aromatische Mangalitza-Schwein oder handgemachten Beinschinken verkaufen. Es ist ein Ort für alle, denen Fachberatung, Qualität und Herkunft wichtiger sind als ein günstiger Preis.
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Fisch frisch auf dem Tisch

Bekannt ist auch der frische Fisch auf dem Naschmarkt. Schon seit über 140 Jahren gibt es den Stand von Fisch-Gruber (Stand 2), der seit als einer der besten Frischfischhändler gilt. Gleichzeitig haben sich moderne Lokale etabliert, die die Ware direkt vom Markt auf den Teller bringen: Das Fischviertel bietet im Fischgeschäft Fisch zum kaufen an und im eigenen Restautrant solide Fischgerichte. Und natürlich Umar Fisch (Stand 38–39), der mit seiner Gourmet-Küche die Fisch-Gastronomie am Naschmarkt maßgeblich prägt – aber auch einen klassischen Stand auf dem Naschmarkt betreibt.
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Käse auf dem Naschmarkt

Wenn du eine große Käseauswahl liebst, bist du auf dem Naschmarkt richtig. Das Angebot reicht vom würzigem Vorarlberger Bergkäse bis hin zu cremigem französischen Brie und orientalischem Halloumi. Das Käseland bietet eine Auswahl von weit über 200 Käsesorten. Der Stand beschäftigt fachkundiges Personal, das als Käsesommelier berät und Kunden hilft, den perfekten Käse für jeden Anlass zu finden. Während etablierte Feinkost-Institutionen wie Pöhl mit internationalen Raritäten glänzen, bringen kleine Bio-Bauern am Samstag handgeschöpfte Schaf- und Ziegenkäse-Unikate auf den Markt.
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Feinkost Pöhl und Urbanek: Europäische Delikatessen und Vinothek-Kultur

Innerhalb des Marktes haben sich einige Stände auf hochwertige europäische Spezialitäten spezialisiert. Feinkost Pöhl ist hier eine feste Größe, die seit Jahrzehnten Feinkostwaren aus Spanien, Italien, Frankreich und Österreich anbietet. Der Fokus liegt auf direkt importierten Produkten wie exquisitem Schinken, Wurst, Antipasti und Aufschnitten, die in traditionellen Handwerksbetrieben hergestellt werden. Ähnlich exklusiv, aber mit einem anderen Schwerpunkt, arbeitet Urbanek Vinothek & Feinkost. Dieser Stand dient als Treffpunkt für Kenner, die eine kuratierte Auswahl an österreichischen Weinen und hochwertigen Käse- und Aufschnittplatten suchen. Urbanek ist berühmt dafür, seine Spezialitäten direkt vor Ort bei einem Glas Wein genießen zu lassen, was ihn zu einer wichtigen sozialen Institution für Stammkunden macht.

Gegenbauer: Die Essigbrauerei mit Kaffee-Expertise

Ein einzigartiger und international anerkannter Händler ist die Essig Brauerei Gegenbauer, deren Stand eine Brücke zwischen traditionellem Handwerk und moderner Feinkost schlägt. Gegenbauer ist berühmt für die Herstellung von aromatischen, hochwertigen Essigen – von Balsamico bis zu Fruchtessigen – die direkt vom Fass verkauft werden. Zusätzlich betreibt der Stand eine Kaffeerösterei, wodurch er auch eine wichtige Anlaufstelle für Kaffee-Aficionados ist. Die Möglichkeit, diese hochspezialisierten Produkte direkt beim Produzenten zu beziehen und zu verkosten, ist ein wichtiger Bestandteil des pragmatischen und qualitätsorientierten Einkaufsgefühls am Naschmarkt.

Der Samstags-Bauernmarkt: Regionalität und Saisonalität

An Samstagen kommen zu den festen Marktständen die Stände des Bauernmarkts dazu. Bauern aus der direkten Umgebung von Wien, der Steiermark und Niederösterreich kommen mit ihren Hofürodukten und bauen ihre Stände auf. Dieser Bereich am Bauernmarkt setzt komplett auf Regionalität und Saisonalität. Die angebotenen Produkte – darunter Brot, Honig, Bio-Gemüse, frische Eier und Milchprodukte – stammen oft aus biologischem Anbau und werden direkt vom Erzeuger verkauft. Der Bauernmarkt erfüllt das Bedürfnis der Wiener Bevölkerung nach transparenten Lieferketten und frischen, lokalen Waren und kontrastiert bewusst mit dem internationalen Angebot des Hauptmarktes.
–> Bauernmarkt

Der Flohmarkt: Die kuriose Ergänzung

Obwohl keine Lebensmittel, bildet der Flohmarkt, der jeden Samstag am Ende des Naschmarkts in der Nähe der Kettenbrückengasse stattfindet, einen wichtigen kulturellen und sozialen Kontrast. Er erweitert das Handelsangebot um Antiquitäten, Kunst, Bücher und allerlei Kurioses. Die bunte Mischung aus Trödel, Sammlerstücken und Alltagsgegenständen zieht eine andere Art von Publikum an, die auf der Suche nach Schnäppchen und Unikaten ist. Der Flohmarkt trägt zur allgemeinen Lebendigkeit und dem unkonventionellen Charme des Naschmarkts bei. Viele Besucher kommen am Samstag von weit her – nur um den Naschmarkt Flohmarkt zu besuchen!

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